Der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Alexander Kirchner, hat die Anschläge auf Einrichtungen der Deutschen Bahn auf das schärfste kritisiert. Erstmals war an einer Bahnstrecke im Westen von Berlin ein Brandsatz explodiert. „Auch wenn Menschen nicht zu Schaden gekommen sind, verurteilen wir diese Form des Protestes nachdrücklich“, machte Kirchner deutlich. „Für unsere Kolleginnen und Kollegen in den Leitzentralen, Bahnhöfen, vor allem aber in den von Streckensperrungen betroffenen Zügen, bedeuten diese massiven Störungen des Bahnverkehrs ein Höchstmaß an Streß“, so der EVG-Vorsitzende. Diese müssten dafür sorgen, dass die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste so gering wie möglich gehalten werden. „Das lässt sich nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln, das alles ist mit enormen Zusatzbelastung verbunden, zumal die Kolleginnen und Kollegen auch so oft schon auf dem Zahnfleisch gehen“, erläuterte Kirchner. „Wir hoffen sehr, dass diesem unsäglichen Spuk ein schnelles Ende bereitet wird und die Ermittlungsbehörden schon bald Erfolge vorweisen können“, sagte Kirchner. Mehrere Brandsätze waren zuvor von Bahnmitarbeitern entdeckt und rechtzeitig gemeldet worden.