Der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung, Berichterstatter der Fraktion der Freien Demokraten für Bahninfrastruktur, hat zum Feuer in einem ICE bei Dierdorf (Kreis Neuwied, Rheinland-Pfalz) am Freitag vergangener Woche erklärt:

„Wir können richtig froh sein, dass bei dem Feuer in einem ICE3 mit 510 Passagieren und Mitarbeitern der Deutschen Bahn nicht mehr passiert ist und es nur fünf leicht Verletzte gab, denen ich von Herzen gute Besserung wünsche.“

Der Unfall zeige aber auch, dass durch ein solches Ereignis ein Großteil der Bahn-Infrastruktur lahmgelegt wird und dadurch neben dem Personenverkehr auch der Güterverkehr wegen fehlender und funktionierender Ausweichstrecken zum Erliegen kommen könne. Deshalb sei es ein großes Glück, dass der brennende und nun beschlagnahmte ICE auf offener Strecke halten und evakuiert werden konnte. Ein Tunnelbrand hätte verheerende Auswirkungen für die Fahrgäste gehabt und eine lange Streckensperrung auf der Bahn-Schnellfahrstrecke Frankfurt-Köln nach sich gezogen.

Die Bahn und die Bundesregierung müssen nach Auffassung Jungs schon vor den Ermittlungsergebnissen der Brandexperten aufklären, warum offenbar nicht alle in Deutschland verkehrenden ICE mit einem optimalen Brandschutz und Brandschutzmeldern ausgerüstet sind. Die Berichte über die Schwachstellen beim Brandschutz auch bei den ICE3-Zügen, die über 300 km/h fahren können, seien beunruhigend.