Die Mehrheit der Bundeländer lehnt die Gigaliner Testfahrten ab. Sieben haben sich dafür ausgesprochen, acht dagegen. Sachsen-Anhalt habe sich enthalten. Dennoch will Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer den Feldversuch weiter in Arbeitsgruppen des Ministeriums vorbereiten. Für Anfang Dezember kündigte er weitere Gespräche mit den Ländern an.

Mit Freude hingegen hat die „Allianz pro Schiene“ das Nein der Länderverkehrsministerkonferenz zu den für Anfang 2011 geplanten bundesweiten Gigaliner-Testfahrten aufgenommen. „Wir sind erleichtert, dass auf der Länderebene die verkehrspolitische Vernunft gesiegt hat“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege. Dem Steuerzahler hätten die Länder mit ihrem Votum Mehrkosten in Milliardenhöhe erspart, sagte Flege. Auch die Verkehrsteilnehmer auf Deutschlands Autobahnen könnten aufatmen. „Schon heute ist in jeden fünften tödlichen Unfall ein Lastwagen verwickelt. Der Riesen-Lkw wirft zusätzliche Sicherheitsprobleme auf.“ Schließlich seien unerwünschte Verlagerungseffekte von der Schiene auf die Straße vermieden worden. „Mit ihrem Nein haben die Länder dem Klima und den Menschen einen guten Dienst erwiesen.“

 „Wir sind erleichtert, dass auf der Länderebene die verkehrspolitische Vernunft gesiegt hat“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege