Zwei Meldungen aus unserem südlichen Nachbarland Österreich von der ÖBB. In Wien wurde – anlässlich der jährlichen „Strategic Partnership 1520“-Konferenz – eine Kooperationsvereinbarung zwischen den  Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und die Russischen Eisenbahnen (RZD) im Güter- und Personenverkehr unterzeichnet. Kern der Vereinbarung: Weiterführung der Breitspurbahn bis in den Raum Wien. Das Projekt soll gemeinsam den Eisenbahnen aus Russland (RZD), Ukraine (JSC Ukrzaliznytsia) und der Slowakei (ZSSK) gestartet werden. Dazu wird eine 400 km lange elektrifizierte Neubaustrecke von Kosice in der Ostslowakei bis in den Wiener Raum gebaur. Der Endterminal ist östlich von Wien vorgesehen. Damit würde Wien zum Brückenkopf für die Verteilung von Waren für ganz Mitteleuropa werden. Der Ausbau ermöglicht eine Verkürzung der Transportzeit zwischen China und Europa der Bahnfracht gegenüber der Seefracht um bis zu 20 Tage.

 

 

Gut dazu passt: Die Rail Cargo Group (RCG) – Güterverkehrssparte der ÖBB – baut  ihre Langstreckenverbindungen in Richtung China aus. Mit der Unterzeichnung eines gemeinsamen „Memorandum of Understandings“ (MoU) setzen die RCG und der russische Logistikspezialist TransContainer einen weiteren Schritt zur Intensivierung von Güterverkehren auf der Seidenstraßenroute. Ziel der Kooperation ist unter anderem die Implementierung regelmäßiger Intermodal-Verkehre zwischen China und Europa. RCG plant, in den nächsten Jahren die eurasischen Relationen auszuweiten, die Kapazitäten an den Grenzen zu erweitern und so die intermodalen Verkehrsvolumina bis zum Jahr 2025 auf zwei Millionen TEU (Twenty-foot Equivalent Unit) zu verdoppeln.

 

Foto: RCG/Krischanz.Seiller.