Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat in einer Pressemeldung ein Gespräch mit Vertretern der Bahnbranche widergegeben. Darin wird unter anderem auf ein „Zukunftsbündnis Schiene“ verwiesen, das der Beauftragte der Bundesregierung für den Schienenverkehr, Enak Ferlemann, leiten wird.

 

Enak Ferlemann wird das „Zukunftsbündnis Schiene“ leiten.

 

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer wird mit den Worten zitiert: „Wir wollen den Wow-Effekt beim Bahnfahren. Es muss einfach, günstig, komfortabel und verlässlich sein. Bis 2030 wollen wir die Zahl der Fahrgäste verdoppeln und mehr Güterverkehr auf die umweltfreundliche Schiene bringen. Dazu schmieden wir ein schlagkräftiges Zukunftsbündnis aus Politik, Wirtschaft und Verbänden – damit das umweltfreundlichste Verkehrsmittel der digitalen Gesellschaft für die Menschen zur Leidenschaft wird.“

Die fünf Ziele werden wie folgt charakterisiert:

  • Deutschland-Takt einführen – für mehr Pünktlichkeit. Aufeinander abgestimmte Fahrpläne für direktere, vertaktete Verbindungen im Fernverkehr, an dem sich der Ausbau der Infrastruktur orientiert.
  • Kapazitäten erhöhen – für ein zuverlässigeres Netz. Milliardeninvestitionen in Netz, Technik (ETCS) und Elektrifizierung (bis 2025 70 Prozent des Schienennetzes).
  • Wettbewerbsfähigkeit stärken – für mehr Flexibilität. Weiterentwickelte Regeln zur Trassenvergabe und -preisgestaltung. Interoperabilität von Tarifen für vernetzte Angebote.
  • Digitalisierung, Automatisierung und Innovationen vorantreiben – für modernere Angebote. Autonomes Fahren auf der Schiene, Elektromobilität (zum Beispiel Brennstoffzellentechnik).
  • Lärmemissionen senken – für einen leiseren Bahnverkehr. Lärmschutz am Gleis und Einsatz leiserer Züge, damit die Bahn für alle ein guter Nachbar ist.

Foto: ur