Erst Langsamfahrstelle, dann Vollsperrung: die Geestebrücke bei Bremerhaven.

Ein dramatisches Beispiel dafür, wohin unzureichende Investitionen bei Eisenbahnbrücken führen können, ist derzeit in Bremerhaven zu beobachten: Seit Ende Oktober ist die Geestebrücke zwischen Bremerhaven Hauptbahnhof und Bremerhaven Lehe in Fahrtrichtung Kaiserhaven nach Recherchen des Privatbahn Magazins komplett gesperrt. Alle Züge, die in Richtung Norden verkehren, werden über das Gegengleis geleitet.

Sowohl der Hinterlandverkehr des Seehafens Bremerhaven als auch der Personenverkehr in der Region sind betroffen. Die Regionalexpresszüge der Deutschen Bahn AG enden in Bremerhaven Hauptbahnhof. Leidtragende sind weiterhin die Züge der evb von und nach Cuxhaven sowie die Züge der NordWestBahn, die planmäßig in
Bremerhaven Lehe beginnen beziehungsweise enden.

Der Bahnverkehr ist an dieser Stelle bereits seit Ende Juli massiv gestört, nachdem DB Netz auf der Geestebrücke zunächst eine Langsamfahrstelle eingerichtet hatte. Wo früher die meisten Güterzüge mit 100 km/h fahren konnten, wurde die maximal zulässige Geschwindigkeit für alle Züge auf 20 km/h (!) herabgesetzt.

Das Privatbahn Magazin berichtet in seiner kommenden Ausgabe im Titelthema „Technik für die Trasse“ ausführlich über aktuelle Bahnbauprojekte und zeitgemäße Bahnbautechnologie, nimmt aber auch Problemfelder der Schieneninfrastruktur in den Blick. Weitere Informationen und Bezugsquellen unter www.privatbahn-magazin.de.

(uh; Foto: uh)