Von der fortgesetzt positiven Wirtschaftslage im Jahr 2011 haben die deutschen Eisenbahnunternehmen profitiert. Zu diesem Ergebnis kommt die Marktuntersuchung Eisenbahnen 2012, die auf der Internetseite der Bundesnetzagentur zum Download zur Verfügung steht. In der Publikation „Marktuntersuchung Eisenbahnen 2012“ veröffentlicht die Bundesnetzagentur erstmals Ergebnisse und Analysen aus der im Jahr 2012 durchgeführten Markterhebung.

Die Umsätze im Eisenbahnverkehrsmarkt sind demnach um fünf Prozent angestiegen, wobei der Schienengüterverkehr das größte Umsatzplus (+ 12%) erzielte. Aber auch der Schienenpersonenverkehr verzeichnete Zuwächse. Das Wachstum des Eisenbahnverkehrs schlägt sich auch infrastrukturseitig nieder. Der Umsatz aus Nutzungsentgelten für die Eisenbahninfrastruktur betrug 2011 insgesamt 5,4 Milliarden Euro.

Die für die Nutzung von Eisenbahninfrastruktur anfallenden Entgelte, die weiterhin einen wesentlichen Kostenfaktor für Eisenbahnverkehrsunternehmen darstellen, sind 2011 erneut gestiegen. Insgesamt mussten die Güterverkehrsunternehmen rund 19 Prozent des Umsatzes, die Schienenpersonenfernverkehrsunternehmen rund 24 Prozent des Umsatzes und die Schienenpersonennahverkehrsunternehmen sogar ca. 37 Prozent ihres Umsatzes für Infrastrukturentgelte aufbringen.

(PM EBA)