Das heute von der EU-Kommission veröffentlichte Verkehrsförderprogramm „Connecting Europe“ enthält auch Fördermöglichkeiten für innovative, effiziente und nachhaltige Güterverkehrsdienste, die Güterströme in das Kernnetz der europäischen Verkehrskorridorde oder aus dem Kernnetz heraus transportieren. Diese Möglichkeit kann somit als Nachfolge für das Marco-Polo-Programm interpretiert werden.

Die Förderung umfasst nach Angaben aus Kreisen der EU-Verwaltung Unterstützung für ergänzende Infrastruktur von kleinem Umfang, Aufbauten und Ausrüstung, einschließlich On-Board-Ausrüstung. Förderfähig sind aber nur Projekte, deren Transportroute durch mindestens zwei EU-Mitgliedsstaaten führt. Zudem müssen die Antragsteller glaubhaft darstellen, dass die Unterstützung durch die EU nicht zu einer Wettbewerbsverzerrung im Güterverkehrsmarkt führen wird.

Für den Bereich der Güterverkehrsdienste stehen in der ersten Tranche 25 Millionen Euro zur Verfügung. Bis 2020 sollen 150 bis 200 Millionen Euro dafür bereitgestellt werden.  Die Förderquote beträgt bis zu 20 Prozent.

Förderanträge können sowohl von der öffentlichen Hand wie auch von Unternehmen gestellt werden, erläuterte EU-Verkehrsexperte Philippe Chantraine am Mittwoch vor Pressevertretern in Berlin. Anträge für die erste Fördertranche müssen bis zum 26. Februar 2015 abgegeben werden. Auch die Bundesländer können Projekte einreichen. Allerdings muss das Bundesverkehrsministerium jedem Projekt zustimmen.

(red)