Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung (Ausgabe vom 5. Juli 2011) ist es im piemontesischen Susa-Tal zu schweren Auseinandersetzungen gekommen. Gegner der geplanten Bahntrasse Lyon-Turin lieferten sich mit der Polizei eine „regelrechte Schlacht“. Nach inoffiziellen Angaben wurden 188 Polizisten und über 200 Demonstranten verletzt. Das rund 300 Kilometer lange Bahnprojekt ist bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten geplant. Die Gegner befürchten durch den Bau gesundheitliche Konsequenzen, da für den Bau Millionen Tonnen asbest- und uranhaltigen Gesteins abgebaut werden müssten. Befürworter sehen in den Projekt die Chance, das Wirtschaftswachstum im Piemont um bis zu 1,5 Prozent steigern zu können und rechnen mit 7000 neuen Arbeitsplätzen.