Zum „Internationalen Tag gegen den Lärm“ (29. April) hauen verschiedenste Organisationen kräftig auf die Medienpauke: auch die Grünen in Österreich, die ihre Bundesregierung daran erinnern möchten, dass Verkehrslärm das mit Abstand größte Lärmproblem und das verbreitetste Umweltproblem des Landes sei. Nicht weniger als ein Viertel der Bevölkerung ist im Wohnbereich davon betroffen. Mit der Zurückhaltung bei Gegenmaßnahmen müsse daher Schluss sein, denn die Rechnung über Gesundheitsschäden zahlten alle, so die Partei.

Grünen-Verkehrssprecher Georg Willi nimmt vor allem den „nervigen Schienenlärm“ ins Visier, der neu angegangen werden müsse. „Die meisten Güter-Waggons laufen noch mit gusseisernen Bremsen, deren Betätigung die Lauffläche der Räder verformt – je unrunder diese werden, desto mehr rumpelt es auf dem Gleis. Durch Umrüstung auf Flüsterbremsen könnte der Lärmpegel langfristig um zehn Dezibel gesenkt werden“, erklärt Georg Willi. Für Betroffene entspräche das einer Halbierung des Lärms.

(Grüne Österreich)