Die Deutsche Bahn AG hat für die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm die Herstellung des rund 5,9 Kilometer langen Albabstiegstunnels an eine Arbeitsgemeinschaft unter der Federführung der Ed. Züblin AG, Stuttgart, vergeben.

Mit einem Volumen von 250 Millionen Euro liegt die Bahn bei dieser Vergabe deutlich unter dem Kostenplan.

Wolfgang Dietrich, Sprecher des Bahnprojekt Stuttgart–Ulm: „Der Albabstieg ist ein bedeutender Projektabschnitt der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm. Wir freuen uns deshalb, dass wir mit Ed. Züblin und Max Bögl zwei renommierte Unternehmen für den Bau des Albabstiegstunnels gewinnen konnten. Die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm nimmt immer mehr Gestalt an“. Rund 65 Prozent Auftragsvolumen der geplanten Gesamtkosten für die Neubaustrecke sind damit vergeben.

„Die Arbeitsgemeinschaft wird demnächst mit der Ausführungsplanung und Bauvorbereitung beginnen. Die Vortriebsarbeiten selber beginnen voraussichtlich im Frühjahr 2014“, sagt der zuständige Teilprojektleiter Dr. Stefan Kielbassa (DB ProjektBau).“

Zum Streckenverlauf:

Im Albabstiegstunnel mit dem Nordportal bei Dornstadt und dem Südportal in Ulm überwindet die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm etwa 95 Höhenmeter von der Albhochfläche bis hinunter zu den Gleisanlagen im Hauptbahnhof Ulm. Nachdem sich die Neubaustrecke von der parallel verlaufenden Bundesautobahn A8 südlich von Dornstadt gelöst hat, unterquert sie im Albabstiegstunnel die Rommelkaserne, führt südwestlich an Lehr vorbei und unterfährt das Lehrer Tal, bevor sie die Gleisanlagen des Hauptbahnhofs in Ulm erreicht.

Zur Bauweise:

Der Tunnel besteht aus zwei eingleisigen Tunnelröhren, die in Abständen von 500 Metern durch insgesamt elf Querschläge miteinander verbunden werden. Der Tunnel wird in Spritzbetonbauweise gebaut.

[Quelle: Deutsche Bahn AG/Bahnprojekt Stuttgart-Ulm Kommunikationsbüro]