Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) wertet den Warnstreik bei der Eurobahn am Dienstag als Erfolg. „Die Beschäftigten haben der Arbeitgeberseite deutlich signalisiert, dass sie endlich einen Fortschritt bei den Tarifverhandlungen von der Arbeitgeberseite erwarten.“, sagt EVG-Vorstandsmitglied Reiner Bieck. Rund 100 Beschäftigte des Keolis-Tochterunternehmens Eurobahn hatten am Morgen für mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt. Der Warnstreik dauerte von 5 Uhr bis 12 Uhr. Im gesamten Netz der Eurobahn kam es zu Zugausfällen und Verspätungen. Hintergrund des Warnstreiks sind die stockenden Verhandlungen um einen Haustarifvertrag. Das Mutterunternehmen Keolis hatte Anfang des Jahres gemeinsam mit anderen Unternehmen einen Branchentarifvertrag für den Schienenpersonen-Nahverkehr unterzeichnet. Dieser Branchentarifvertrag zieht bei der Bezahlung eine untere Linie ein. Er wird derzeit in Haustarifverträgen je nach der wirtschaftlichen Lage der einzelnen Unternehmen ausgestaltet.