Die direkte Vergabe des S-Bahnbetriebs an die „S-Bahn Hamburg GmbH“ – eine Tochter der Deutschen Bahn – hat den Hamburger Senat im vergangenen Jahr mindestens 15 Millionen Euro mehr gekostet, als es bei im Wettbewerb vergebenen Verträgen üblich ist, meldet das Hamburger Abendblatt. Die Hamburger S-Bahn habe von der Stadt im Rahmen des ohne Ausschreibung vergebenen Verkehrsvertrags für 2009 rund 92 Millionen Euro erhalten. Aus Unterlagen der Deutschen Bahn ergebe sich, dass das Unternehmen damit einen Gewinn von rund 39 Millionen Euro mache. Damit wären mehr als 40 Prozent der aus Steuergeld bezahlten Mittel als Gewinn an den Bahnkonzern geflossen.