Im Tarifkonflikt zwischen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und der Deutschen Bahn (DB) ist weiterhin keine Einigung in Sicht. Nachdem am Freitag in Frankfurt die sechste Verhandlungsrunde nach sechs Stunden ergebnisoffen verlief, will die EVG nun am Dienstag über das neue Angebot der DB beraten, die Einmalzahlungen für alle Mitarbeiter auf den Januar 2015 auszudehnen und für Auszubildende und Dual Studierende aufzubessern.

In einer Stellungnahme würdigt die EVG zwar, dass der Arbeitgeber mit seinem neuen Angebot auf eine Kernforderung der Gewerkschaft eingegangen ist – sieht aber insgesamt noch großen Verbesserungsbedarf, vor allem was die Gleichbehandlung der Beschäftigen betrifft. „Der Dienstleistungsbereich soll nach wie vor weniger bekommen als alle Anderen, eine Spaltung der Eisenbahnerfamilie wird die EVG jedoch nicht zulassen“, erklärte die EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba.

Der EVG-Bundesvorstand und die Tarifkommission wollen in einer gemeinsamen Sitzung am Dienstag über das Angebot beraten und danach die weitere Vorgehensweise abstimmen. Auch ein Streik scheint demnach nicht ausgeschlossen.

(EVG / DB)