Die Bundesregierung will laut Koalitionsvertrag bereits im Jahr 2016 prüfen, ob mindestens die Hälfte der rund 180.000 in Deutschland fahrenden Güterwagen mit Flüsterbremsen umgerüstet sind. Ansonsten drohen ordnungspolitische Maßnahmen wie Nachtfahrverbote. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) kritisiert den zu knappen Zeitraum und die überzogene Androhung von Verboten. „Die Vorgaben der Großen Koalition sind für die Branche so nicht umsetzbar, der Zeitraum ist zu kurz. Daran ändert auch die Androhung von Fahrverboten nichts“, so VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff.

Der VDV hat inzwischen eine Studie bei der Technischen Universität Aachen in Auftrag gegeben, die die betrieblichen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Fahrverboten und Geschwindigkeitsreduzierungen im Schienengüterverkehr wissenschaftlich untersucht. Ergebnisse dazu erwarten die Verantwortlichen im Sommer.

(VDV)