Im Koalitionsvertrag droht die schwarz-rote Bundesregierung ordnungspolitische Maßnahmen an, falls bis 2016 nicht mindestens die Hälfte der Eisenbahngüterwagen in Deutschland lärmarm sind. Eine Studie, die der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) unter Beteiligung des Bundes der Deutschen Industrie (BDI) und des Verbandes der Güterwagenhalter in Deutschland (VPI) beauftragt hat, zeigt, welche dramatischen Folgen Geschwindigkeitsbeschränkungen und Nachtfahrverbote für den Schienengüterverkehr hätten.

Die Gutachter VIA Consulting und Railistics haben ermittelt, dass allein beim angenommenen Szenario einer Geschwindigkeitsbegrenzung in der Zeit von 22 bis 6 Uhr rund vier Millionen Lkw-Ladungen pro Jahr mehr über deutsche Straßen rollen – mit entsprechenden Folgen für Umwelt und Sicherheit“, sagt der VPI-Vorsitzende Malte Lawrenz im Interview mit dem Privatbahn Magazin. Käme ein Nachtfahrverbot, wären es noch deutlich mehr, denn eine Verlagerung der Schienentransporte in den Tag ist angesichts einer Auslastung vieler Trassen von über 90 Prozent undenkbar“, so Lawrenz.

Die vollständige Studie steht zum Download auf der Internetseite des Verbandes der Güterwagenhalter in Deutschland (VPI) bereit. Ein ausführliches Interview zur Studie mit dem VPI-Vorsitzenden Malte Lawrenz lesen Sie in der neuen  Ausgabe des Privatbahn Magazins (ab 18. November im Bahnhofsbuchhandel, schon eine Woche früher bequem per Abo).

(red/VPI)