Die Österreicherinnen und Österreicher waren im vergangnen Jahr zum ersten Mal die fleißigsten Bahnfahrer in der EU, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Im Schnitt wurden pro Kopf 1.425 Kilometer mit der Bahn gefahren und damit wurde der bisherige Spitzenreiter Frankreich überholt. Gegenüber der Schweiz hat Österreich aber noch einiges aufzuholen. Der VCÖ fordert mehr Bahnverbindungen für die Ballungsräume und für die Regionen.

Hinter Österreich und Frankreich liegt Schweden im EU-Ranking an dritter Stelle, knapp vor Dänemark. Die VCÖ-Analyse zeigt, dass Herr und Frau Österreicher um rund ein Drittel mehr Kilometer mit der Bahn fahren als ihre Nachbarn in Deutschland. Schlusslicht beim Bahnfahren ist in der EU Griechenland mit lediglich 75 Kilometer pro Person (Malta und Zypern haben kein Bahnnetz).

„Die Benchmark beim Bahnfahren ist aber nach wie vor die Schweiz. In der Schweiz wird pro Kopf um rund 1.000 Kilometer mehr Bahn gefahren als in Österreich“, macht VCÖ-Experte Gansterer aufmerksam. Der VCÖ sieht in Österreich abseits der Westbahnstrecke Aufholbedarf. So braucht es in den Ballungsräumen verbesserte Verbindungen vom Umland in die Zentren. Dafür sind vor allem S-Bahnen sehr gut geeignet. Auf bereits heute stark frequentierten Strecken ist ein rascherer Ausbau nötig, um zukünftige Engpässe zu verhindern. Zudem sind die regionalen Verbindungen zu verbessern. „Die Arbeitszeiten werden zunehmend flexibler. Deshalb braucht es auf den Regionalverbindungen auch am Abend und am Wochenende ausreichend Bahnverbindungen“, stellt VCÖ-Experte Gansterer fest.

(VCÖ)